Die Energie-Wende-Garching GmbH plante mit dem Bau des Biomasseheizwerkes dieses Jahr zu beginnen. Auf Grund einer ungeklärten Grundstückssituation verzögerte sich die Planung und musste angepasst werden. In diesem Zusammenhang ist die Kalkulation zum Biomasseheizwerk kritisch hinterfragt worden, da durch die Vorgespräche mit der Regierung von Oberbayern die Auflagen und Anforderungen an das Biomasseheizwerk, bspw. an den Brandschutz mittlerweile bekannt waren. In Gesprächen mit der Münchner Stadtentwässerung stellte sich heraus, dass der geplante Anschluss an den Nord-West-Sammler nicht realisiert werden kann. Der Anschluss an die Garchinger Kläranlage erfordert den Bau eines Abwasserkanals, der nun kalkuliert worden ist.
Hinzu kommt, dass es einigen Unternehmen gelang, attraktive Gaslieferungsverträge abzuschließen, so dass der Anschluss an die EWG sich derzeit wirtschaftlich nicht darstellen lässt. Unter dem Aspekt der Kostensteigerung und des günstigen Gaspreises hat die EWG sich heuer auf die Fertigstellung der Geothermieheizzentrale und den Fernwärmenetzbau in Garching konzentriert.
Die EWG und die Gesellschafter sind davon überzeugt, dass die Versorgung des Gewerbegebietes Hochbrück durch eine regenerative Energieversorgung erfolgen soll. In Überzeugung in das Konzept investierte die EWG in den Fernwärmenetzbau, um die Versorgung der Kunden, die auf Grund von Neubauten oder veralteten Heizungen sich für einen Anschluss an die EWG entschieden haben, bereits im Vorfeld über provisorische Heizcontainer mit Wärme versorgen zu können.
Die Verzögerung bei der Realisierung des Biomasseheizwerkes stellt das langfristige Ziel der EWG nicht in Frage, sondern bedeutet eine zeitlich versetzte Realisierung des Gesamtprojektes.
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