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Winterkonzert im Bürgerhaus Garching
Garchinger Sinfonieorchester spielt Honegger, Sibelius und Brahms.
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Am Mittwoch, den 25. Januar 2012, um 20 Uhr, findet ein Konzert des Garchinger Sinfonieorchesters unter der Leitung von Florian Erdl statt. Auf dem Programm stehen der symphonische Satz „Pacific 231“ von Arthur Honegger, die Sinfonie Nr. 1, c-moll, op.68, von Johannes Brahms, sowie: das Violinkonzert in d-moll, op.47, von Jean Sibelius. Solist ist David Schultheiß.
Für dieses Konzert sind Karten erhältlich über Sylvia Bauer, Tel.: 089 / 96 142 65 oder online über www.garchinger-sinfonieorchester.de.
Pacific 231 (Länge ca. 7 min.) entstand 1923 in Paris. Honeggers Kommentar zu seinem Symphonischen Werk:
„Lokomotiven habe ich immer leidenschaftlich geliebt. Für mich sind sie lebendige Wesen, die ich verehre, wie andere Frauen oder Pferde lieben. Was ich in Pacific 231 zu schildern versucht habe, ist nicht die Nachahmung der Geräusche der Lokomotive, sondern die Wiedergabe eines visuellen Eindruckesund eines physischen Wohlempfindens durch eine musikalische Konstruktion, also ausgehend von der sachlichen Beobachtung: das ruhige Atmen der stillstehenden Maschine, die Anstrengung beim Anfahren, die allmähliche Steigerung der Geschwindigkeit bis zum „lyrischen“ Zustand eines Eisenbahnzuges, der mit seinen 300 Tonnen Gewicht mit einer Stundengeschwindigkeit von 120 Kilometerndurch die tiefe Nacht rast. Als Vorwurf wählte ich eine Lokomotive vom Typ Pacific 231, für schwere Schnellzüge.
Brahms hat sich der 1.Symphonie nur zögernd genähert. Die vergleichsweise lange Entstehungszeit der Sinfonie resultiert aus zwei einander bedingenden Umständen. Zum einen ist dies Brahms akribische, äußerst selbstkritische Arbeitsweise, die ihn viele seiner Frühwerke vernichten ließ, zum anderen die durch Freunde und Öffentlichkeit genährte Erwartungshaltung, Brahms werde als „Erbe Beethovens“ dessen symphonisches Schaffen würdig fortsetzen. Er war sich aber bewusst, dass er als Symphoniker der 2. Hälfte des 19. Jhrts. nicht an Beethoven anknüpfen konnte, sondern in der klassischen Symphonie neue Wege gehen musste. Wenige Wochen nach der Uraufführung 1876 im Großherzoglichen Hoftheater in Karlsruhe wurde das Werk bereits begeistert vom Wiener Publikum aufgenommen.
Jean Sibelius war ein ausgezeichneter Geiger, sodass er sich bei der Komposition eines Violinkonzertes auf eigene Erfahrung stützen konnte. Das einzige Violinkonzert von Sibelius entstand in der Phase seines frühen sinfonischen Schaffens zwischen der 2. und der 3. Sinfonie. Es wirkt stilistisch aber weitaus weniger „nordisch“ oder „finnisch“ als seine vorangegangenen Werke und ist vielmehr einem allgemeineren spätromantischen Stil verpflichtet. Das Konzert ist heute eines der meistgespielten Werke des Komponisten und gilt zugleich als eines der großen Violinkonzerte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Der Solist: David Schultheiß.
Der gebürtige Ludwigshafener, Jahrgang 1979, studierte bei Franz Sykora, Edith Peinemann und Christoph Poppen. Darüber hinaus erhielt er Kammermusikunterricht u.a. bei Rainer Hoffmann, Hubert Buchberger, Hariolf Schlichtig, Friedemann Berger und Reiner Ginzel, ehe er seine Studien an der Musikhochschule München 2007 abschloss.
Der Stipendiat der Zukunftsinitiative Rheinland- Pfalz (2004) erspielte sich neben einem 1.Bundespreis bei "Jugend musiziert" weitere Preise und Auszeichnungen, so u.a. bei den internationalen Wettbewerben in Markneukirchen, München (ARD) und Leipzig (Bach- Wettbewerb).
Solistisch war David Schultheiß u.a. mit der Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, dem Folkwang Kammerorchester Essen und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn zu hören.
2005 bis 2006 Konzertmeister des Folkwang- Kammerorchesters Essen, wirkte David Schultheiß in gleicher Position bereits beim Orchester des Schleswig-Holstein-Musikfestivals 2002 mit. Als Gastkonzertmeister diente er außerdem dem Bayerischen Sinfonieorchester München (BSM), dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart sowie dem Münchener Kammerorchester, dem er bereits seit Studienzeiten als Gastmusiker besonders verbunden ist.
Ab 2006 war David Schultheiß Konzertmeister des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Dort führten ihn Orchester- Tourneen in zahlreiche Länder und bedeutende Konzertsäle Europas und Japans. 2009 wurde David Schultheiß zum 1.Konzertmeister an der Bayerischen Staatsoper München berufen.
Zum Garchinger Sinfonieorchester:
1985 gegründet, vereint das Garchinger Sinfonieorchester am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik e.V. derzeit 70 musizierfreudige Student/Innen, Mitarbeiter/Innen der Garchinger Forschungsinstitute sowie Mitspieler/Innen aus dem nördlichen Umland Münchens. Unter der künstlerischen Leitung des Dirigenten Florian Erdl werden jährlich zwei Konzertprogramme erarbeitet. Florian Erdl ist Musikalischer Leiter der Kammeroper Frankfurt, an der er Nicolais »Die Lustigen Weiber von Windsor« und Mozarts »Zauberflöte« herausbrachte. Zuvor dirigierte er »Die weiße Fürstin« von Marton Illés an der Oper Kiel. Außerdem ist er Gastdirigent am Landestheater Innsbruck, wo er Rossinis »La Cenerentola« (Regie: Frau KS Brigitte Fassbinder) dirigierte und GMD Georg Fritzsch bei Strauss’ »Elektra« assistierte. Zur Zeit dirigiert er dort Lehárs »Lustige Witwe« Ab kommender Spielzeit geht Florian Erdl ins Festengagement als Kapellmeister.
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